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Lianyungang, China, 17. August 2003 - Die Holländerinnen Rebekka Kadijk
und Marrit Leenstra gewannen auf der SWATCH-FIVB World Tour am Sonntag
ihre erste Goldmedaille. In einem aufregenden Final besiegten sie beim China
Open die Deutschen Suzanne Lahme und Danja Müsch bei regnerischen Bedingungen
an der Pazifikküste mit 21-15, 17-21, 15-13. Rang drei ging an die
Olympiasiegerin
Natalie Cook und ihre neue Partnerin Nicole Sanderson . Die Australierinnen
holten sich zum zweiten Mal in zwei Wochen die Bronzemedaille dank eines
17-21, 26-24, 18-16- Sieges über die Schweizerinnen Nicole
Schnyder-Benoit / Simone Kuhn.
Für die 24-jährige Kadijk war es die erste Goldmedaille, seit ihrem Einstieg
in die World Tour vor sechs Jahren.
" Ich habe die holländische Nationalhymne noch nie spielen gehört bisher.
Das war ein spezieller Moment für mich ?, sagte Kadijk, welche bisher als
beste Marke auf der FIVB-Tour einen vierten Platz vorzuweisen hatte. ?Beide
Teams sind sich den Regen von Europa her gewöhnt, so dass das nichts ausmachte.
Der Ball wird allerdings schwerer und langsamer, so dass man sich besser
positionieren kann in der Verteidigung. Dies ist für das Publikum interessant,
weil es längere Ballwechsel gibt."
Die beiden Teams waren sich erst letzte Woche erstmals gegenüber gestanden
in Osaka, wo die Deutschen mit 2:1 gewonnen hatten.
" Der Unterschied war sehr klein heute zwischen den beiden Teams ", meinte
die Rotterdamerin Kadijk." Ich glaube, im ersten Satz war unser Service-Druck
besser, im zweiten Satz waren sie stärker mit dem Service, im dritten wieder
wir. Wir sind uns bewusst, dass die Amerikanerinnen und Brasilianerinnen
nicht dabei waren hier, aber es ist dennoch ein Supergefühl, auf der World
Tour einen ersten Platz zu holen.
Das hilft uns auch sehr im Hinblick auf das grosse Ziel Athen 2004."
Trotz ihrer Enttäuschung über die knappe Finalniederlage konnten sich Lahme
und Müsch über ihre mit Abstand beste Platzierung ihrer gemeinsamen Karriere
freuen. Lahme, die ihre erste volle Beachsaison absolviert und zuvor als
Indoor-Profi in Italien und lange für die Deutsche Nationalmannschaft gespielt
hatte, konnte bisher nur einen neunten Rang vorweisen. Müsch hatte vor vier
Jahren in Osaka mit ihrer früheren Partnerin schon einmal Rang zwei belegt.
Die Topgesetzten Australierinnen Cook und Anderson schienen China zunächst
ohne Auszeichnung verlassen zu müssen, doch zeigten sie im Spiel um Rang
drei gegen die Schweizerinnen Schnyder / Kuhn grosse Kämpferqualitäten.
Nicole Schnyder und Simone Kuhn damit eine Woche nach
Rang 5 in Japan in Lianyung erstmals in die Halbfinals erreicht.
Die Schweizerinnen vergaben jedoch drei Matchbälle und unterlagen nach 86
Minuten, dem längsten Spiel des Turnieres, mit 21-17, 24-26, 16-18 . " Wir
waren so nahe an einer Medaille. Im Moment überwiegt noch die
Enttäuschung, aber am Montag werden wir uns bestimmt über unsere
Leistung freuen", bilanzierte Simone Kuhn.
Die SWATCH-FIVB World Tour zieht jetzt weiter nach Indonesien nächste Woche
für das mit 150'000 Dollar dotierte Bali Open.
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