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Klagenfurt, Oesterreich, 3. August 2003 - Die Brasilianer Benjamin und
Marcio Araujio holten sich auf der 2003 SWATCH-FIVB World Tour am Sonntag in
Klagenfurt ihren zweiten Titel, dank eines 2-0-Sieges ( 22-20, 21-17) über
die Amerikaner Stein Metzger und Kevin Wong im Final des A1 Grand Slam
Turnieres.
Vor 10´000 begeisterten Zuschauern am Ufer des Wörthersees war das der zweite
Titel für die Brasilianer nach Gstaad, womit sechs von sieben Turnieren
diese Saison an südamerikanische Teams gegangen sind.
Die Bronzemedaille ging an die Schweizer Patrick Heuscher und Stefan Kobel,
welche nach dem Verlust des ersten Satzes die Amerikaner mit Olympiasieger
Dain Blanton und Jeff Nygaard mit 19-21, 21-19, 15-8 besiegten.
Benjamin und Araujo gelang es, den amerikanischen Block von Wong öfters zu
umgehen. Zudem brillierten sie mit einem starken Service und hervorragender
Ballkontrolle.
" Wir haben im Halbfinal die Position von Kevin Wong genau beobachtet, weil
er einen sehr guten Block hat, und so haben wir seine Winkel herausgefunden",
sagte der 29-jährige Araujo. Es war der sechste gemeinsame Sieg für das
Duo, das damit im innerbrasilianischen Duell wertvolle Punkte für die
Olympiaqualifikation
sammeln konnte, nebst dem Preisgeld von 40´000 Dollar. Nur zwei Teams pro
Land werden an die Olympischen Spiele reisen können.
" Für uns Brasilianer ist es härter, an die Olympischen Spiele zu kommen,
weil wir so viele starke Teams haben", fügte
Araujo bei. " Vielleicht sind Athen die einzigen Olympischen Spiele für mich.
Ich bin 29 Jahre alt, so dass ich nicht weiss, ob ich eine zweite Chance
bekomme. Dieser Sieg ist sehr wichtig für unsere Karriere. Aber die Saison
ist noch lange. Sobald wir in Brasilien zurück sind, machen wir wieder ein
hartes Aufbautraining für den Rest des Jahres."
Für Heuscher und Kobel war es die dritte Bronzemedaille auf der World Tour,
aber die erste an einem Grand Slam. Auch sie haben einen wichtigen Schritt
Richtung Athen gemacht. Die Lacigas liegen im internen Schweizer Duell an
erster Stelle, vor Heuscher/ Kobel und Heyer / Egger.
" Im zweiten Satz hatten wir etwas Glück, aber im dritten sind wir wieder
ganz stark herausgekommen. Ich glaube, die Blockpunkte von mir haben die
Differenz gemacht ", sagte Patrick Heuscher. Stefan Kobel spielte körperlich
am Limit, aber am Ende aber war es nicht der 190cm grosse Stefan Kobel,
der einbrach, sondern der dunkelhäutige Olympiasieger Dain Blanton, der
nicht mehr die gewohnte Souplesse in der Verteidigung zu zeigen vermochte.
Nach zwei "Monsterblocks" von Patrick Heuscher war das Tiebreak schon früh
zu Gunsten der Schweizer entschieden. " Sowohl Blanton wie ich waren am Limit
der Kräfte ", meinte Stefan Kobel, " zum Glück ist er eingebrochen und nicht
ich."
Auch das Publikum machte seinen Einfluss geltend, wurden doch die
Schweizer gerade in den unsicheren Phasen von der Mehrheit der fast 10 000
begeisterten Fans unterstützt.
" Es war wahnsinnig, vor dieser einmaligen Kulisse zu spielen. Und dass die
Oesterreicher uns und nicht den Amerikanern geholfen haben, bedeutet einiges
für uns ", war Patrick Heuscher beeindruckt. Damit hat sich das Risiko letztlich
ausbezahlt, das Turnier von Espinho letzte Woche auszulassen, um neu Kräfte
zu sammeln. " Nach dem ersten Spiel hier, das wir ja verloren haben, glaubte
ich schon, das sei ein Fehler gewesen, aber jetzt hat es sich doch gelohnt",
meinte Stefan Kobel.
Die 2003 SWATCH-FIVB World Tour der Männer macht nun eine einmonatige Pause,
bevor es am Mallorca Open am 3. September weitergeht.
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