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Marseille, Frankreich, 20. Juli 2003 Beim mit 300'000 Dollar dotierten Grand
Slam-Turnier von Marseille besiegten sie in einem spannenden Final die
Schweizer Gebrüder Laciga ganz knapp mit 21-18, 20-22, 15-13 .
Wie kanpp es war, zeigt die Tatsache, dass Paul und Martin Laciga im zweiten
Satz einen Matchball abwehrten und im Tiebreak deren zwei. Entscheidend war
aber, dass die Lacigas eine 9-6-Führung im Entscheidungssatz nicht
konservieren konnten. So holten sich Ricardo/Emanuel im vollen Stadion den
zweiten Saisontitel .
Für Titelverteidiger Ricardo war es der vierte Sieg bereits im Marseille,
während sein Partner Emanuel auch noch zum wertvollsten Spieler ( Speedo
MVP-Auszeichnung) des Turniers gewählt wurde dreimal siegreich war. Dazu
gehört der WM-Titel aus dem Jahr 1999.
Den dritten Platz holte sich der amerikanische Olympiasieger Dain Blanton
und sein neuer Partner Jeff Nygaard, die gegen die Deutschen Christoph
Dieckmann / Andy Scheuerpflug nach einem satzverlust noch mit 19-21, 21-15,
15-8 gewannen. Es ist dies die zweite Medaille für die Amerikaner, die
überraschend das Saisoneröffnungsturnier in Rhodos gewonnen haben.
Emanuel analysierte den engen Final wie folgt:
"Das Endspiel war sehr hart. Als wir im Tiebreak mit 5-8 zurücklagen, nahmen wir ein Timeout und haben
intensiv miteinander gesprochen. Wir fühlten, dass wir nicht mehr genug
miteinander als Team spielten. Das hat in der Folge genützt." Dazu kam, dass
Emanuel mit drei ausgezeichneten Services davon zwei Asse die Wende
selbst einleitete.
Die Lacigas, bekannt als Windspezialisten, waren gemäss Turnierverlauf mit
ihrem souveränen Auftreten Favoriten für den Final und haben eine grosse
Chance vergeben. Dennoch war es ihr bestes Abschneiden bisher, denn vorher
hatten sie in allen vier Turnieren den fünften Schlussrang erreicht.
" Ihr Spiel ist geschaffen für den Wind, mit ihren schnellen und tiefen
Pässen. Das war ein ähnlich grosses Endspiel wie an der Weltmeisterschaft
1999 hier in Marseille, wo ich mit meinem ehemaligen Partner Loiola auch
gewinnen konnte. ", ergänzte Emanuel, der nun ein imposantes Total von 38
Titelgewinnen auf der World Tour aufweist . "Dieser Sieg hat uns sehr
geholfen, auf dem Weg Richtung Athen. Das ist das erste Ziel, das zweite
ist, die World Tour zu gewinnen."
Ricardo, ein Blockhüne, kommt jetzt auch auf 18 Siege. Er und Emanuel ,
spielen erst seit einem Jahr zusammen, aber ihre Kombination von
Angriffspower (Ricardo) und Hinterfeld-Schnelligkeit (Emanuel) scheint eine
ideale Voraussetzung für Erfolg zu sein. Der Sieg von Marseille jedenfalls
bringt ihnen jetzt die Position Nummer 1 in der Weltrangliste.
" Wir sind noch immer ein neues Team und wir können noch immer viel
lernen³" meinte Emanuel zu den rosigen Zukunftsperspektiven.
Ricardo gewann auch noch die SWATCH Service-Auszeichnung für den
schnellsten Aufschlag mit 92.6 km/h.
Die 2003 SWATCH-FIVB World Tour zieht nun nach Portugal (Espinho) nächste
Woche, bevor dann in Klagenfurt das nächste Grand Slam-Turnier ansteht.
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