F I V B  FEDERATION INTERNATIONALE DE VOLLEYBALL
PRESS RELEASE 20.07.2003

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2003 SWATCH-FIVB World Tour

Marseille, Frankreich, 20. Juli 2003 ­ Die Amerikanerinnen Misty May und Kerri Walsh gewannen auf der 2003 SWATCH-FIVB World Tour am Sonntag ihre zweite Goldmedaille: Im Final des mit 300'000 Dollar dotierten Grand Slam-Turniers von Marseille dominierten sie die brasilianischen Favoritinnen Ana Paula Connelly nach Belieben. In einem unerwartet einseitigen Final (21-10, 21-13) sicherten sich die Amerikanerinnen dank einer fehlerlosen Leistung hoch verdient die Siegesprämie von 40'000 Dollar und beendeten die bisherige Dominanz der Nummern 1 der Welt.
Die Bronzemedaille ging an Brasilien , dank Adrian Brandao Behar / Shelda Kelly Bruno, welche die australische Olympiasiegerin Natalie Cook und deren neue Partnerin Nicole Sanderson mit 21-18, 21-14 besiegten.
Mit drei Siegen im Gepäck angereist nach Marseille, schienen Ana Paula / Sandra Pires ungebremst auch hier ihre Dominanz ausspielen zu können, doch Walsh / May eröffneten den Final mit einem ganz starken Beginn und liessen die Brasilianerinnen nie recht ins Spiel kommen.
" Unser Ziel bei diesem starken Wind war einfach, den Ball im Spiel zu halten und ihnen das Problem zu geben", sagte Walsh, die zusammen mit May letztes Jahr den Gesamtsieg auf der World Tour holte und das Gstaad Open gewannen diese Saison.
" Der Wind spielte eine grosse Rolle heute. Ihr Service war nicht so stark wie üblich und ihre Pässe wurden oft vom Wind etwas zu nahe ans Netz getragen. Wir haben nichts verrückt Neues gemacht, aber wir sind wirklich gut gestartet, was wir uns vorgenommen haben, denn bisher haben wir oft schlecht begonnen und sind dann in ein Loch gefallen, ergänzte Walsh, die auch die Speedo-Auszeichnung der wertvollsten Spielerin (MVP) zugesprochen erhielt.
"Ich bin sehr stolz darauf, wie wir spielten. Wir haben uns heute die Blockarbeit geteilt, was sehr gut war für mich,weil es mir Pausen verschaffte, denn normalerweise muss ich als die grosse Spielerin, den Block übernehmen.
Der Sieg erlaubte den Amerikanerinnen, nicht nur den Abstand in der Weltrangliste auf ihre Finalgegnerinnen zu verkürzen, sondern auch die anderen US-Duos im Kampf um die Olympiatickets für Athen vielleicht vorentscheidend zu distanzieren.
Schon vor dem Final war Walsh sehr zuversichtlich gewesen und meinte, dass sie schwer zu schlagen seien, wenn es "klick" mache. So holte sich die 24-jährige und 188cm grosse Walsh den neunten Erfolg auf der World Tour. " Ich wusste, dass wir gut genug sind, um Ana Paula und Pires schlagen zu können, aber wir mussten das eben beweisen. Dieser Sieg wird uns helfen, auf die beiden aufzuholen und er ist auch gut für Athen 2004."
Nach der Silbermedaille führen Ana Paula / Sandra Pires die Weltrangliste noch immer an, aber sie waren sehr enttäuscht über die diskussionslose Niederlage.
Wir können wirklich nicht viel sagen. Vielleicht einfach, dass wir nicht sehr gut spielten heute, meinte Ana Paula, welche wenigstens die Auszeichnung für den schnellsten Service mit 80km/h holte.
Die SWATCH-FIVB World Tour der Frauen macht in zwei Wochen im österreichischen Klagenfurt Station, wo bereits das nächste Grand Slam-Turnier ansteht.


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